Eco-Fashion

Ökologie und Mode – passt das überhaupt zusammen?

Teil 1

Ökologisch und fair produzierte Mode – das Thema der Eco-Fashion-Messe während der Fashion Week Berlin. Im Juli 2017 fand der „greenshowroom“ in neuer Location im Funkhaus Berlin statt; ein Areal, das sich nicht verstecken muss. Im Grünen direkt an der Spree, gibt es einige Möglichkeiten zu verweilen und die Natur zu bewundern, deren Zerstörung man verhindern möchte.

Hören wir „Recyling“, denken wir automatisch an schmutzige Wertstoffbehälter und an die bekannten Kleidercontainer wohltätiger Organisationen. Dort entsorgen wir unseren Hausmüll und unsere noch intakten, aber unmodernen Kleidungsstücke. Hier landet also genau das, was wir partout nicht mehr behalten oder tragen wollen.

Dass es auch anders geht, zeigt der greenshowroom. Dort zeigen Labels, was aus Recycling, Upcycling entstehen kann und was neue Rohstoffe können. Aber auch fairer Handel und Nachhaltigkeit sind Thema.

Eingeteilt in 6 Segmente bietet die Messe einen vielfältigen Überblick über die verschiedenen Ausprägungen von eco-fashion. Wer mit der Erwartungshaltung von einem typischen Öko-Look die Halle betritt, wird überrascht.

In den Segmenten greenshowroom, moderncasual, urbanvibe, craft, kids und individual findet jeder mindestens ein Brand, das fasziniert und neugierig macht. Besonders die Haptik hinterlässt den Besucher erstaunt. In der Erwartungshaltung auf sperrige Materialien zu treffen, gab es viele sehr angenehme und neue Tasterlebnisse zu entdecken.

Im Bereich greenshowroom zeigen Aussteller Contemporary- und High-Fashion, avantgardististisches Design. Benu Berlin zeigt tragbare Kunstwerke –  „Street Couture“. Durch aufwendige Materialmanipulationen erfährt man den Wert der Handwerkskunst. Es werden junge, moderne und sehr kreative Einzelstücke aus upgecycelten Jeans gezeigt. An jedem einzelnen Teil gibt es viel zu entdecken und mit Sicherheit würde keines jemals wieder in der Altkleidersammlung landen.

Moderncasual zeigt klare, langlebige Casual- und Businessmode. Das Brand Lavandera zeigt zeitlose, harmonische Kleidung mit dem Ziel zur Langlebigkeit. Die Hauptthemen sind sustainability und die Rechte der Arbeiter. Das Design ist entwickelt, um möglichst wenig Verschnitt zu produzieren. Man kann sich gut vorstellen, eines dieser Stücke zum lebenslangen Basic-Begleiter zu erklären.

Urbanvibe stellt progressive Denim- und Streetwear vor. Das Brand Dedicated verbindet ecofashion mit einem frischen, bequemen Streetlook. Praktisch und witzig könnten Styles wie dieser üblichen Marken den Rang streitig machen. Sie setzen auf Beanies und Windbreaker aus PET-Flaschen, coole Shirts aus organic cotton und faire Arbeitsbedingungen.

Gerade beim Upcycling sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Mit fundiertem Können und der Liebe zum Detail entsteht Einzigartiges mit dem Fokus auf einem zeitlosen Wow-Effekt. Nicht nur Müll zu produzieren, sondern auch mal etwas mit Geschichte zu benutzen, findet immer mehr Anklang. Es wird wohl Zeit das staubige Images eines ökologischen Ansatzes ebenfalls zu recyceln.

Blick auf den greenshowroom Juli 2017

Quellen:

Bild: privat

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